Grüne fordern sozial gerechte existenzsichernde Kindergrundsicherung
22.08.2008: Astrid Rothe-Beinlich: Kinderarmut wirksam bekämpfen
In Thüringen sind rund 25% der unter 15jährigen Kinder von Armut betroffen. 68.000 Kinder und Jugendliche unter 18 sind zusätzlich auf Sozialleistungen angewiesen. Zum Problem der Kinderarmut in Thüringen erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen:
"Armut ist eine Katastrophe - gerade auch für Kinder. Denn sie beraubt sie ihrer Potenziale, gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Armut in einem so reichen Land wie Deutschland ist ein Skandal und darf nicht einfach so hingenommen werden!"
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben auf ihrer letzten Landesdelegiertenkonferenz am 28.06.08 in Nordhausen einen Beschluss gefasst, der 15 Punkte formuliert, um gerechte Zukunftschancen für alle von Anfang an zu bieten.
"Gute Sonntagsreden helfen uns nicht weiter, die Landesregierung muss endlich den Worten Taten folgen lassen. Es ist tragisch, wenn sich Familien in Thüringen die für die Schule benötigten Sachen schlichtweg nicht leisten können. Der Zugang zu Bildung ist aber die Gerechtigkeitsfrage des 21. Jahrhunderts. Köpfchen sind unser Kapital und ihnen soll auch die Zukunft gehören. Nur wenn alle Kinder von Anfang an gerechte Startchancen haben, können wir sie auch ermutigen und ertüchtigen, ihr Leben später selbst in die Hand zu nehmen", betont Astrid Rothe-Beinlich.
"Wir fordern deshalb eine sozial gerechte existenzsichernde Kindergrundsicherung für alle Kinder. Die umgehende Erhöhung der Regelsätze für Kinder auf 300 bis 350 Euro abhängig vom Alter und der Ausbau des Kinderzuschlags sind für uns vorrangige Maßnahmen. Sie stellen die ersten Schritte zu einer bedingungslosen Kindergrundsicherung dar, die für alle Kinder das Existenzminimum individuell gewährleistet. Wir fordern die Thüringer Landesregierung auf, dafür im Bundesrat aktiv zu werden", schließt Astrid Rothe-Beinlich.














