Solidarität mit Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter

08.02.2010: Astrid Rothe-Beinlich: jetzt erst recht - gemeinsam gegen Rechts

Nach Drohungen aus der rechtsextremen Szene wurden heute Nacht Farbbeutel auf das Haus von Jenas Oberbürgermeister, Albrecht Schröter, geworfen.

Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, wie Albrecht Schröter Erstaufruferin für "Dresden nazifrei", Vizepräsidentin im Thüringer Landtag und Mitglied des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Albrecht Schröter gilt meine Solidarität. Ich bin froh, dass Jenas OB immer und immer wieder Gesicht zeigt und sich selbstlos gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagiert. Ich habe Albrecht Schröter seit vielen Jahren als einen der Wenigen erleben dürfen, die ernst machen, mit dem Aufstand der Anständigen. Gemeinsam waren wir schon an vielen Orten in Thüringen auf der Straße, nicht zuletzt in Pößneck, um Gesicht zu zeigen gegen Rechts - für "Dreden nazifrei" hat er sich ebenfalls umgehend als Erstunterzeichner gemeldet, um deutlich zu machen, dass es nicht nur darum geht, Rechtsextremismus vor der eigenen Tür zu bekämpfen, sondern dass es sich dabei um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handelt. Nach den Übergriffen und Drohungen gegen ihn gilt es, jetzt erst recht deutlich zu machen, wie wichtig Zivilcourage und gelebtes Engagement sowie glaubwürdige Vorbilder wie Albrecht Schröter sind."

Scharfe Kritik übt Grünenpolitikerin Astrid Rothe-Beinlich hingegen erneut an der Kriminalisierung der Aufrufe und der AufruferInnen, die für den kommenden Samstag nach Dresden mobilisieren, um den Nazis die Instrumentalisierung des Gedenkens nicht durchgehen zu lassen und deutliche Zeichen zu setzen.

"Deshalb haben auch wir immer wieder den inkriminierten Aufruf und die Plakate verbreitet und werden dies auch weiterhin tun. Nochmals rufen wir zudem alle dazu auf, sich am 13. Februar in Dresden gemeinsam gegen Rechts zu wenden", so Astrid Rothe-Beinlich abschließend, die für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf der Tribüne der 1+ Kundgebung in Dresden sprechen und sich zudem an den friedlichen Blockaden beteiligen wird.