Inklusion kann nur im Miteinander gelingen
07.12.2011: Astrid Rothe-Beinlich: Jedes Kind hat das Recht auf individuelle Förderung
Am Donnerstag, den 1. Dezember 2011, fand im Förderschulzentrum "Janusz Korczak" in Höngeda die zweite Diskussionsrunde zur Veranstaltungsreihe „Inklusion statt Aussonderung- Wege zu einer Schule für alle“ statt. Gut 40 TeilnehmerInnen verfolgten nach der Begrüßung durch Anja Siegesmund interessiert die von der bündnisgrünen bildungspolitischen Sprecherin Astrid-Rothe Beinlich moderierte Runde mit Frau Gelhausen-Kolbeck, Vorsitzende der LAG Gemeinsam Leben-Gemeinsam Lernen Thüringen, Herrn Rathnau, dem Landeselternsprecher der diakonischen Förderschulen, Herrn Pilger vom Landratsamt des Unstrut-Hainich-Kreises und ExpertInnen aus Sonder- und Sozialpädagogik, u.a. Frau Dr. Schlichting von der Universität Erfurt. PodiumsteilnehmerInnen wie auch BesucherInnen brachten sich ihrerseits auch selbst mit Fragen und Statements engagiert in die Debatte ein. Vorurteile und Ängste, die immer noch in den Köpfen von Lehrkräften, Eltern und Kindern existieren wurden dabei ehrlich angesprochen und zudem ein fehlendes inklusives Konzept bereits ab dem Kindergarten mit fließenden Übergängen bis hin zur Berufsausbildung bemängelt. Insbesondere Problematiken bei der Umsetzung von Inklusion an freien und staatlichen Schulen wurden thematisiert, da es vielerorts an finanziellen und personellen Ressourcen mit Fachlichkeit mangele. Ein Fazit zogen dennoch alle gemeinsam: Alle Lehrkräfte benötigen in Zukunft sonderpädagogische Kompetenzen beispielsweise durch ein Pflichtmodul in der Ausbildung an der Hochschule, um den Wandel hin zu einer Schule für alle auch didaktisch mittels alternativer Unterrichtsformen einzuleiten. Astrid Rothe-Beinlich kündigte weitere Veranstaltungen und die Einbeziehung aller AkteurInnen an, da „Inklusion nur gemeinsam gelingen kann.“
Ein Dank geht an alle BesucherInnen und PodiumsteilnehmerInnen, sowie das Förderschulzentrum "Janusz Korczak" und die Schülerfirma „Volltreffer“, die sich um das leibliche Wohl der Gäste kümmerte.











