„Die Qual der Wahl“ – Die beste Schule für mein Kind
01.12.2010: Informationsveranstaltung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Gera am 30.11.2010 im Clubzentrum „Comma“
Unter dem Titel „Die Qual der Wahl“ fand am Dienstag, den 30.11.2010, erneut die vom Geraer Kreisverband der Bündnisgrünen jährlich organisierte Informationsveranstaltung zur Schulwahl statt. Aufgrund leerer Kassen der Stadt Gera und der damit verbundenen teilweise schlechten Bauzustände der Geraer Schulen fällt es den Geraer Eltern nicht leicht, die richtige Schule für ihr Kind auszusuchen. Denn eigentlich sollte doch die Programmatik der Schule für die Auswahl entscheidend sein.
Der Einladung zur Veranstaltung im Clubzentrum „Comma“ in Gera folgten ca. 100 Interessierte, darunter Landes- und KommunalpolitikerInnen, Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen.
Hauptthema der Diskussion war das Geraer Schulbauprogramm, das aufgrund des fehlenden Haushalts für 2010 und der damit verbundenen prekären Finanzlage im Moment stecken geblieben ist. Dr. Norbert Vornehm, Oberbürgermeister Gera, machte das Landesverwaltungsamt dafür verantwortlich, dass der Haushalt für 2010 nicht genehmigt sei. Prof. Dr. Roland Merten, Staatssekretär, entzog sich der Verantwortung für die Baumängel und betonte, dass dafür die Kommune bzw. das Finanzministerium zuständig sei. Dr. Joachim Hensel, Direktor des Goethe-Gymnasiums/Rutheneum seit 1608, sieht die Zuständigkeit allein in der Politik.
Moderiert wurde die Informationsveranstaltung von Astrid Rothe-Beinlich, Mitglied und Vizepräsidentin des Thüringer Landtags und Bildungspolitische Sprecherin.
„Immer wieder haben wir betont, dass es gerade in der Bildungspolitik darum gehen muss, alle Akteure an einen Tisch zu bekommen. Derzeit gibt es viel Verunsicherung unter Eltern, LehrerInnen und ErzieherInnen. Das Schulgesetz wurde novelliert, die freien Schulen bangen um ihre Existenz, die Rechtsverordnungen sind noch in der Entstehung und Kommunen wie Gera sind derart verschuldet, dass Schulbauprogramme auf die lange Bank geschoben werden. Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, Verantwortliche und PraktikerInnen aber auch die Elternvertretung für diese Veranstaltung zu gewinnen und somit den ZuhörerInnen die Gelegenheit geboten haben, direkt nachzufragen und Wünsche zu äußern. Eine zufriedenstellende Lösung wurde an diesem Abend nicht gefunden, wir hoffen jedoch, dass es diese für Gera bald geben wird“, so Astrid Rothe-Beinlich im Nachgang zur Veranstaltung.














