Grüne fordern längeres gemeinsames Lernen in einer Schule für alle
06.07.2010: Astrid Rothe-Beinlich: „Herkunft darf nicht über den Bildungserfolg der Kinder entscheiden“
„Thüringen ist eines der Bundesländer mit der niedrigsten Quote an MitbürgerInnen mit Migrationshintergrund. Dennoch ist es trotz vielfältiger zivilgesellschaftlicher Initiativen und Projekte noch immer nicht ausreichend gelungen, diese Menschen angemessen in die Gesellschaft zu integrieren und flächendeckend auf Augenhöhe zu begegnen.“ so Astrid Rothe-Beinlich, migrationspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion.
Der morgen in Berlin vorgestellte Integrationsbericht der Bundesregierung stellt fest, dass 13.3 Prozent der Migrantenkinder die Schule ohne Abschluss verlässt – ein Drittel mehr noch als in den Vorjahren.
Wir alle wissen, der Zugang zu Bildung ist eine der zentralen Gerechtigkeitsfragen des 21. Jahrhunderts. Gute Bildung entscheidet nicht nur über beruflichen Erfolg, sondern auch über die Teilhabe an Kultur und Demokratie. Daher wünschen sich immer mehr Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen eine Schule, die ungeachtet der Herkunft fördert und fordert. „Unterschiedliche Studien kommen zu dem Ergebnis, solange alle Kinder zusammen lernen, sind auch die Leistungsunterschiede relativ gering, bei insgesamt steigender Leistung. Alle Kinder sollen bis zum Abschluss der Sekundarstufe I, der 9. Klasse, gemeinsam lernen können – dies ist unser langfristiges Ziel“, so Astrid Rothe-Beinlich bildungs- und migrationspolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion. Statt auf Auslese setzen wir auf individuelle kognitive und soziale Förderung. Es muss eine Schulstruktur geschaffen werden, die an individueller Förderung und nicht an Selektion orientiert ist und die zudem zum Ziel hat, tatsächlich eine Schule für alle Kinder zu sein. „Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist eine der großen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen in einer globalisierten Welt. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen stehen für gleiche Rechte für alle hier lebenden Menschen.“ so Astrid Rothe-Beinlich, migrationspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion abschließend.














