Bunter Protest für eine bessere und gerechtere Welt

05.06.2007: Astrid Rothe-Beinlich: Es gibt Alternativen zur Politik der G8 - Einladung zum Alternativgipfel

     

Zehntausende protestierten am Samstag unter dem Motto "Eine andere Welt ist möglich" in Rostock für eine gerechte Globalisierung und gegen den bevorstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm. Am Rande der Großdemonstration kam es zu Ausschreitungen zwischen gewalttätigen Autonomen und der Polizei. "Wir verurteilen diese Gewalt auf `s Schärfste, die Gewalttäter haben damit dem Protest für eine gerechte Globalisierung einen Bärendienst erwiesen", betont Astrid Rothe-Beinlich.

Über Nacht und im Laufe des Vormittags waren Tausende G8- und Globalisierungskritiker mit Bussen und Sonderzügen nach Rostock gereist, darunter auch viele Busse von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Von den zwei Treffpunkten am Hauptbahnhof und am nordwestlichen Stadtrand zogen die Protestzüge durch die Innenstadt zur zentralen Kundgebung am Stadthafen. Die Teilnehmer demonstrierten für Klimaschutz, Frieden und eine gerechtere Weltwirtschaft. Auf Transparenten stand unter anderem zu lesen: "Eine andere Welt ist möglich", "Wir sind keine Terroristen, wir träumen nur von einer besseren Welt" oder "Stoppt die globale Erwärmung". Die Veranstalter sprechen von 80.000 Teilnehmern, die Polizei von 25.000.

An dem Protestmarsch beteiligten sich auch zahlreiche Mitglieder und Abgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, so auch Astrid Rothe-Beinlich und Claudia Roth, die auch Aufruferinnen für den Alternativgipfel sind. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN liefen gemeinsam mit Vertretern von Umweltorganisationen wie Greenpeace und BUND im 'Klimablock', "dem größten grünen Block seit vielen Jahren", so Astrid Rothe-Beinlich. Mit zwei sechs Meter hohen Schneemann-Figuren forderte Greenpeace von den G8-Staaten, den Gipfel zu nutzen, um verbindliche CO2-Reduktionsziele von mindestens 30 Prozent bis 2020 zu vereinbaren. Das grüne Mobil warb mit der Aufschrift: "Lasst die Welt nicht außer 8!".

Redner der Kundgebung warfen den G8-Staaten vor, ihrer Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Umwelt nicht gerecht zu werden.

Am Sonntag war Astrid Rothe-Beinlich auf dem Internationalen Klimaforum für "Klimaschutz jetzt" und warb für verbindliche Ziele und konsequentes Handeln statt bloßer Klimarhetorik.

Am Montag trafen sich Astrid Rothe-Beinlich und Claudia Roth mit dem Ausländerbeauftragten von Rostock, Wolfgang Richter und diversen VertreterInnen des Interkulturellen Zentrums im Waldemarhof. Im Anschluss tagte der Bundesvorstand vor Ort. Abends wurde der Film "Der große Ausverkauf" gezeigt und mit dem Regisseur zur Diskussion über Privatisierungen eingeladen - "ein voller Erfolg" - so Astrid Rothe-Beinlich.

Am Dienstag veranstaltete Astrid Rothe-Beinlich eine Podiumsdiskussion zum Thema Rechtsextremismus und G8 - ab 15.00 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung, um 17.00 Uhr wurde der Alternativgipfel eröffnet.

"Wir setzen auf friedlichen Protest und inhaltliche Auseinandersetzung mit der Globalisierung", so Astrid Rothe-Beinlich abschließend.

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