Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!

08.03.2007: Zum internationalen Frauentag am 8. März fordern Bündnis 90/Die Grünen, Lohnungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern zu beenden.

ERFURT / BERLIN: Mit Aktionen auf dem Fischmarkt in Erfurt und am Wittenbergplatz in Berlin machten der Kreisverband Erfurt und grüne Spitzenfrauen auf das Problem aufmerksam und forderten "26 Prozent Rabatt für Frauen".

"Fakt ist: Frauen in Deutschland erhalten im Durchschnitt für eine absolut gleichwertige Arbeit immer noch 26 Prozent weniger Einkommen als Männer", so die Frauenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Astrid Rothe-Beinlich. Deshalb verlangte sie zusammen mit der Politischen Bundesgeschäftsführerin, Steffi Lemke, und der Berliner Landesvorsitzenden Almuth Tharan am Frauentag symbolisch nach einem Kaufrabatt für Frauen von 26 Prozent - dem Anteil, den Frauen gegenüber Männern im Durchschnitt weniger verdienen.

"Wir fordern die Regierungsparteien auf, anstatt warmer Worte und gut klingender Anträge endlich gesetzliche Vorgaben, auch für die Privatwirtschaft, vorzulegen", appellierte Rothe-Beinlich. Die Gewerkschaften mahnte sie, bei Tarifabschlüssen auf transparente und diskriminierungsfreie Arbeitsbewertungen zu achten. Lohndiskriminierung sei nicht nur ein Gerechtigkeitsproblem, sondern nachgewiesenermaßen auch ein Wirtschaftshemmnis für den Standort Deutschland.

Rothe-Beinlich betonte, dass die Frage der Lohngerechtigkeit nicht allein auf nationaler Ebene geklärt werden kann: "Wir erwarten von der EU-Ratspräsidentin Angela Merkel ein glaubwürdiges Eintreten für ein europaweites Ende der Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt."

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