Emanzipationsbewegungen in Nordafrika stärken
08.05.2011: Zum Abschluss des Bundesfrauenrates von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Bremen erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Frauenpolitische Sprecherin und Mitglied des Bundesvorstandes:
„Die gleichberechtigte Partizipation von Frauen in der Politik, aber auch in Wirtschaft und Gesellschaft, bleibt eines der wichtigen Themen auf der Agenda. Ein zentraler Baustein, um Frauen für politisches Engagement zu gewinnen, ist eine vernünftige Zeitpolitik, die die Lebensrealitäten anerkennt und berücksichtigt. Dieser Bundesfrauenrat hat außerdem deutlich gemacht, dass das Wahlrecht überprüft werden muss, um eine gleiche Partizipation und Repräsentanz von Frauen zum Beispiel durch Quotierungen durchzusetzen.
Nach wie vor ist die Lohnungleichheit von Frauen und Männern eine der großen Baustellen. Ein Lohngefälle von bislang mehr als 23 Prozent in Deutschland ist eine Schande. Bekundungen der Einsicht gibt es genug, stattdessen müssen endlich wirksame Maßnahmen ergriffen werden, etwa durch die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne und eine gesetzliche Quotierung für Frauen in den Aufsichtsräten und Führungspositionen der deutschen Wirtschaft. Die Hälfte der Macht für Frauen - diese Forderung muss endlich Wirklichkeit werden.
Frauen stehen zurzeit auch in den Staaten Nordafrikas vor besonderen Herausforderungen. Die Chancen, die sich aus der Umbruchsituation für die Stellung und die Rechte der Frauen ergeben, verdienen besondere Unterstützung. Gerade die westlichen Staaten sind aufgefordert, die Emanzipationsbewegungen zu unterstützen. Damit kann der Westen ebenso wie durch Austauschprogramme und Städtepartnerschaften zu einer Stärkung der Zivilgesellschaft beitragen.“











