Grüne unterstützen den Erhalt des letzten Fünf-Sparten-Theaters Thüringens
17.04.2012: Astrid Rothe-Beinlich: Die Standorte Gera und Altenburg dürfen nicht zur Disposition gestellt werden!
Heute Abend (17.04.2012) wollen die Theatervereine der Städte Gera und Altenburg mit einer Lichterkette ihre Verbundenheit mit Theater&Philharmonie Thüringen zeigen und rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich um 20.00 Uhr in Gera und um 22.00 Uhr in Altenburg mit einer Kerze in die Lichterkette einzureihen.
Astrid Rothe-Beinlich (MdL und Kulturpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) unterstützt den Protest der GeraerInnen und AltenburgerInnen und fordert die Landesregierung auf, das letzte Fünf-Sparten-Theater Thüringens nicht zur Disposition zu stellen.
„Ebenso wie für Eisenach, fordern wir auch für Gera und Altenburg von der Landesregierung eine tragfähige Finanzierung für den Zeitraum nach 2013 ein. Bereits jetzt arbeitet das Personal beider Häuser am Limit. Ein weiterer Stellenabbau aufgrund von Sparmaßnahmen würde dazu führen, dass eine gleichzeitige Aufführung von Stücken an beiden Spielorten nicht mehr möglich wäre“, erläutert Astrid Rothe-Beinlich, kulturpolitische Sprecherin der Thüringer Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
„In den Städten Altenburg und Gera hat sich seit der Theaterfusion 1995 eine kulturelle Landschaft aufgebaut, die in der Bevölkerung nach wie vor großen Zuspruch findet. Aufgrund der einzigartigen Fünf-Sparten-Struktur von Schauspiel, Orchester, Musiktheater, Ballett und Puppentheater haben beide Häuser Auslastungszahlen von 78%. Diese Fünf-Sparten-Struktur gilt es zu bewahren. Wir erwarten daher von Kultusminister Christoph Matschie ein deutliches Bekenntnis für den Erhalt dieser Vielfalt in der Theater- und Orchesterlandschaft Thüringens“, so Astrid Rothe-Beinlich weiter.
„Auch im Bildungs- und Jugendbereich gibt es in Gera und Altenburg bewahrenswerte Formen. Die Weihnachtsmärchen, Klassenzimmerstücke und Produktionen für Kinder und Jugendliche würden ohne Schauspiel und Puppentheater wegfallen. Einen weiteren Aspekt der Jugendarbeit bilden der Kinderchor Gera, die Theaterfabrik und das Kinder- und Jugendballett. Diese Beispiele zeigen, dass die Standorte Gera und Altenburg unbedingt erhalten bleiben müssen“, betont Astrid Rothe-Beinlich.
„Thüringen braucht dringend eine neue Kulturfinanzierung, die es auch finanzschwachen Kommunen ermöglicht, ihre Aufgaben in der kulturellen Daseinsfürsorge zu gewährleisten“, erklärt Astrid Rothe-Beinlich abschließend.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werben schon seit langem für eine Neuordnung der Kulturförderung durch ein Thüringer Kulturfördergesetz.














