„Gera – eine Stadt mit Willkommenskultur und Chancen für Frauen?“

29.03.2012: Grüner Frauenbrunch mit Astrid Rothe-Beinlich

  

Astrid Rothe-Beinlich, MdL und Frauenpolitische Sprecherin des Bundesvorstandes von BÜNDINS 90/DIE GRÜNEN, lud heute, am 29.03.2012 zum „Grünen Frauenbrunch“ in Geras Altstadt ein.

In der Zeit von 11.00 bis 13.00 Uhr fand der grüne Frauenbrunch in Gera statt. Bei Tee, Kaffee und einem kleinen Imbiss erfolgte eine Vorstellungsrunde. So waren u.a. die Ausländerbeauftragte der Stadt Gera (Frau Andritzky), eine Mitarbeiterin der Geraer Diakonie, welche in ihrer täglichen Arbeit auch AsylbewerberInnen bei Anträgen usw. hilfreich unter die Arme greift, sowie eine Vielzahl von interessierten Frauen aus der Region der Einladung von Astrid Rothe-Beinlich gefolgt.

Astrid Rothe-Beinlich schilderte ihre persönlichen Eindrücke der zurückliegenden Delegationsreise in den Kosovo. Mit Hilfe dieser Reise wollten sich die Mitglieder des Innenausschusses des Thüringer Landtags selbst ein Bild vor Ort machen, ob der Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und LINKEN auf einen Winterabschiebestopp gerechtfertigt sei.

Astrid Rothe-Beinlich erläuterte sehr anschaulich, wie es den abgeschobenen Familien, insbesondere der ethnischen Minderheiten Roma, Sinti und Ashkali im Kosovo ergeht und welche schwierigen und erbärmlichen Verhältnisse sie dort vorfand.

„Unseren Antrag haben wir – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - zusammen mit der Fraktion DIE LINKE geändert und einen absoluten Abschiebestopp in den Kosovo beantragt. Niemand und schon gar nicht Familien mit Kindern dürfen in so eine trostlose und perspektivlose Zukunft, in welcher Rassismus und Ausgrenzung von Roma, Sinti und Ashkali auf der Tagesordnung stehen, abgeschoben werden“, so Astrid Rothe-Beinlich.

„Umdenken ist nicht nur bei den politisch Verantwortlichen notwendig, sondern auch in der Bevölkerung, sonst ist eine echte Willkommenskultur in Thüringen nicht denkbar und vor allem nicht lebbar“, so die migrationspolitische Sprecherin der Bündnisgrünen im Thüringer Landtag.

„Bei einem gemütlichen Brunch fand ein angeregter, aber dennoch ernster Meinungs- und Erfahrungsaustausch unter Frauen statt, die nicht nur über eine Willkommenskultur reden, sondern jede für sich im jeweiligen Alltag ein großes Stück dazu beitragen, dass Gera und Thüringen bunter, toleranter und weltoffener werden“, so Astrid Rothe-Beinlich abschließend.


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