Grüne kritisieren Thüringer Hochschulgipfel
11.02.2010: Astrid Rothe-Beinlich: Schwarzer Peter wird an Hochschulen weitergegeben!
Anlässlich des 1. Thüringer Hochschulgipfels, der aufgrund der Studierendenproteste im vergangenen Jahr einberufen wurde und heute an der Erfurter Fachhochschule stattfand erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen:
"Der heutige Hochschulgipfel hat bei einigen hohe Erwartungen geweckt,ist im Ergebnis jedoch weit dahinter zurückgeblieben. Allein die Auswahl der ReferentInnen hat dieses durchaus frustrierende Ergebnis schon erahnen lassen. Immerhin die SprecherInnen der Konferenz Thüringer Studierendenschaften kamen zu Wort. Die Kritik der Studierenden an der aktuellen Hochschulpolitik, zum Beispiel an der Verschulung der Lehre, an der häufig fehlenden bzw. schwierigen europäischen Anerkennung von Studienleistungen oder an dem Prüfungsdruck in den B.A.- und Masterstudiengängen, wurde von Staatssekretär Prof. Thomas Deufel und Kultusminister Christoph Matschie an die Hochschulen weitergegeben. Die Hochschulen seien in die Autonomie entlassen und demnach nicht mehr so leicht zu steuern. Damit wurde seitens der Landesregierung der ,Schwarze Peter' eindeutig an die Hochschulen weitergereicht."
"Es reicht nicht aus, wenn Prof. Thomas Deufel bekundet, dass ,klare Kriterien geschaffen' werden sollen und an einer ,leistungsfähigen Hochschullandschaft gearbeitet' werden müsste. Eine ,Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit' sind leere Worthülsen, die die Hochschulpolitik nicht wirklich voranbringen. Wir erwarten von der Landesregierung, dass den Worten auch endlich Taten folgen. Dafür müsste die Landesregierung jedoch erst einmal die Fehler in den eigenen Reihen erkennen, um darauf reagieren zu können", schließt Astrid Rothe-Beinlich.




