Grüne fordern Aussetzung der geplanten Fahrpreiserhöhungen
07.10.2009: Astrid Rothe-Beinlich: Qualität und Fahrgastfreundlichkeit sind oberstes Gebot
"Offenkundig gehen bei der Bahn die Profitinteressen erneut über die Kundenfreundlichkeit. Anders ist es nicht zu verstehen, wenn zum nächsten Fahrplanwechsel erneut Preissteigerungen beim Ticketverkauf geplant sind, obwohl es keinerlei Verbesserungen bei Qualität und Angebot gibt. Den erneuten Griff ins Portemonnaie der Kunden dann auch noch mit den steigenden Personalkosten zu begründen, ist nichts anderes als Augenwischerei", kommentiert dies Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin Astrid Rothe-Beinlich.
"Einerseits reden alle über den Klimawandel und sollen mehr Kunden zum Umstieg vom PKW auf die Bahn gewonnen werden, andererseits wird gerade im Nahverkehr und bei den Bahncardkosten mit den geplanten Steigerungen abkassiert. So jedoch werden Kunden vergrault -- nicht motiviert oder gar neu hinzu gewonnen", meint Astrid Rothe-Beinlich.
"Dass nun ausgerechnet bei Angeboten wie beim Hopperticket erneut zugeschlagen wird ist ein Schlag ins Gesicht aller, die sich bewusst und auch flexibel in Thüringen mit der Bahn bewegen wollen", übt Astrid Rothe-Beinlich deutliche Kritik.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern die Thüringer Landesregierung auf, ein Veto gegen diese erneute Preisanhebung zum nächsten Fahrplanwechsel einzulegen und erwarten von der Konzernleitung der Bahn, auf die geplante Preiserhöhung zu verzichten..
"Unser Ziel ist, öffentliche Mobilität im Nah- wie Fernverkehr zu bezahlbaren Preisen und als tatsächliche Alternative zum Individualverkehr attraktiv zu machen. Außerdem streben wir eine noch stärkere Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene an, dies würde auch entsprechende Einbußen in dem Bereich kompensieren. Dazu gehört zum Beispiel der überfällige Lückenschluss zwischen Blankenstein und Marxgrün, der insbesondere für die Holz- und Zellstoffindustrie im Thüringer Oberland von großer Bedeutung wäre", schließt die Grünenpolitikerin.











