Grüne für Kinderrechte ins Grundgesetz und Politik auf Kinderaugenhöhe

29.05.2009: Astrid Rothe-Beinlich: Zukunftschancen für alle statt Ausgrenzung und Auslese

"Der Kindertag eignet sich wie kaum ein anderer, um sich für Kinderrechte und gerechte Zukunftschancen für alle Kinder und Jugendliche stark zu machen", meint Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen und Spitzenkandidatin zur Landtagswahl. "Selbstverständlich gehören Kinder und Jugendliche tagtäglich in den Blickpunkt von Politik. In Thüringen leben mehr als 60.000 Kinder in Armut. Ihnen bleiben oftmals Zugänge und Teilhabechancen verwehrt. Zusätzlich sorgt unser Bildungssystem für weitere Auslese. Dies trifft ohnehin benachteiligte Kinder und Jugendliche gleich mehrfach. Wir meinen, es ist höchste Zeit für einen Paradigmenwechsel. Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft - daher müssen wir für sie echte Beteiligungsmöglichkeiten bieten und Politik auch vom Kinde her denken" - so Astrid Rothe-Beinlich weiter.

"BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nehmen den Internationalen Kindertag erneut zum Anlass, um die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz und die Rücknahme der Vorbehalte zur UN-Kinderrechtskonvention von der Bundesregierung und entsprechende Initiativen des Landes Thüringen einzufordern. Hier ist uns völlig unverständlich, warum die Landesregierung nicht von sich aus aktiv wird.

Zudem machen wir uns für die Einführung einer bedingungslosen Kindergrundsicherung stark, die das soziokulturelle Existenzminimum tatsächlich sicherstellt. Existenzsicherung und Teilhabe sind zwei Seiten einer Medaille. Wir stehen für den Rechtsanspruch auf frühkindliche Bildung und Betreuung von Anfang an und fordern im Sinne von Kindern, Eltern und ErzieherInnen erneut 2000 ErzieherInnenstellen mehr in Thüringen", betont die Grünenpolitikerin.

Recht gibt uns in dieser Forderung die aktuelle Expertise "Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung - Wissenschaftliche Parameter zur Bestimmung der pädagogischen Fachkraft-Kind-Relation". In dieser wird nachgewiesen, dass Thüringen neben Berlin und Hessen das Bundesland ist, in welchem der Personalschlüssel für keine Altersklasse den notwendigen Mindeststandards entspricht. "Weiterhin stehen wir - wie 70% aller ThüringerInnen - für das längere gemeinsame Lernen in einer Schule für alle bei individueller Förderung. Auch soll jedes Kind in Thüringen die Chance auf ein gesundes Mittagessen haben. Zudem wollen wir allen Kindern und Jugendlichen Zugänge zu Mobilität, Kultur und Sport sicherstellen, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern", stellt Astrid Rothe-Beinlich abschließend klar.