Grüne solidarisieren sich mit SchülerInnenstreik
12.11.2008: Astrid Rothe-Beinlich: Partizipation statt Strafe sind das Gebot der Stunde
"Mit ihrem rigiden Verbot stellen sich die Thüringer Schulämter ein Armutszeugnis aus", kommentiert Astrid Rothe-Beinlich die Drohgebärde gegenüber allen Schülerinnen und Schülern, die sich heute Vormittag in Thüringen an den bundesweiten Protesten unter dem Motto "Bildungsblockaden einreißen" beteiligen wollen.
"Selbstverständlich wissen auch wir um die Schulpflicht und respektieren diese. Es muss aber auch die Möglichkeit geben, sich in begründeten Ausnahmefällen gegen Missstände zur Wehr zu setzen. Wir sollten daher vielmehr ernst nehmen, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler Sorgen um die Bildung machen und für die überfälligen Reformen im Bildungssystem sogar auf die Straße gehen. Statt dieses Engagement anzuerkennen und die Ängste und Kritik der SchülerInnen anzuhören, wird ihnen nun mit Strafen gedroht. So erzieht man junge Menschen zur Unmündigkeit", lautet die besorgte Einschätzung der Landesprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN .
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen solidarisieren sich mit dem Anliegen der protestierenden SchülerInnen. In Jena wird Co-Pierre Georg, Mitglied des Landesvorstandes, zu den Protestierenden sprechen, in Erfurt ist Landessprecherin Astrid Rothe-Beinlich vor Ort.
"Köpfchen sind unser Kapital und unsere Zukunft. Bildungspolitik ist originäre Landespolitik und Thüringens Landesregierung verweigert sich überfälligen Reformen konsequent, sei es beim Längeren gemeinsamen Lernen, bei der konsequenten Förderung von Ganztagsschulen oder aber auch mit Blick auf ein Ende der Kleinstaaterei im Bildungswesen", so Astrid Rothe-Beinlich weiter.
"Wir hoffen sehr, dass sich unsere Kinder und Jugendlichen nicht abschrecken lassen und die Lehrerinnen, Lehrer und Schulleiter das Engagement ihrer Schüler zu würdigen wissen. Eine Möglichkeit wäre ja, der durchs Kultusministerium vorgesehenen Ahndung der Protestierenden nicht Folge zu leisten und den Interessierten so die straffreie Teilnahme zu ermöglichen", schließt die Grünenpolitikerin.




