Grüne üben scharfe Kritik am Intrigantenstadl im Aufsichtsrat des DNT

01.10.2008: Astrid Rothe-Beinlich: Putsch gegen Märki steht für Unkultur und Provinzialität

Entsetzen macht sich breit. Gestern hat die Sperrminorität der Weimarer im Aufsichtsrat des DNT das Ende für einen der herausragendsten Generalintendanten Deutschlands, Stephan Märki, besiegelt.

"Wir sind fassungslos. Dieser Putsch - ein anderes Wort findet sich dafür kaum - steht für Kleingeist und Provinzialität sowie Arroganz der Macht einer unheiligen großen Koalition von CDU und SPD. Die Folgen sind verheerend - für die Kultur und Thüringen insgesamt - als das Land, dass sich als das der Dichter und Denker sieht. Eiskalt wurde hier durchgezockt - offenkundig geht es schon lange nicht mehr um Qualität und weltweit anerkanntes Renommee. Ehrlichkeit und Offenheit haben in Thüringen ihren Preis. Märki passte nicht in den Korpsgeist von Thüringens selbsternannten Kulturpolitikern, die spätestens seit gestern für Unkultur schlechthin stehen. Weimar zahlt einen hohen Preis. Schweigen ist hier fehl am Platz. Nun gilt es, erneut alle zu bewegen, denen an Kultur und dem DNT gelegen ist, die dies als Herzensangelegenheit und nicht als Verschiebemasse für politische Machtspiele betrachten. Stephan Märki hat unsere volle Solidarität. Brücken bauen ist nun angesagt bei denen, die sich um Weimar und die Kultur in unserem Lande ernsthaft sorgen", so Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen.

"Wir hoffen von Herzen, dass Stephan Märki sich nicht brechen lässt durch dieses Foulspiel und wünschen ihm Mut und Kraft, für alles, was kommen mag. Stephan Märki hat sich trotz anderer Angebote immer wieder zu Weimar bekannt. Nun das. Es gab keine einzige inhaltliche Kritik. Ein abgekartetes Spiel, für das der Oberbürgerbürgermeister von Weimar, Frau Miehe, Peter Krause und die Parteisoldaten von CDU und SPD gemeinsam die Verantwortung tragen, schließt die Grünenpolitikerin.

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