Grüne unterstützen Proteste der Lehrer im Floating gegen Benachteiligung

16.09.2008: Astrid Rothe-Beinlich: Nachtragshaushalt überfällig - Landesregierung ist in der Pflicht

Heute protestieren die Beschäftigten im Floating vor der Thüringer Staatskanzlei gegen ihre Benachteiligung und die Untätigkeit der Landesregierung. Unterstützt werden sie dabei auch von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

"Die Zustimmung und Solidarität der übergroßen Mehrheit der Thüringer LehrerInnen, SonderpädagogInnen und ErzieherInnen hat überhaupt erst möglich gemacht, vor über 10 Jahren Kündigungswellen im großen Stil zu verhindern. Sie haben sich im guten Glauben auf Teilzeitregelungen eingelassen, dass die Landesregierung sich ebenfalls an die Vereinbarungen hält. Dass diese nun einfach in Blockadehaltung verharrt und nach wie vor keinen Nachtragshaushalt vorgelegt hat, ist ein Skandal. Nicht erst seit dem Gerichtsurteil, welches den verbeamteten LehrerInnen das Recht auf Vollzeit garantiert, ist es zu Verwerfungen gekommen, die quer durch die Lehrerzimmer gehen - zu Lasten aller Beschäftigten und des Klimas an den Schulen insgesamt. Die Landesregierung handelt verantwortungslos, wenn sie nicht endlich gleiche Bedingungen für alle LehrerInnen schafft", so Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen, die sich dazu auch vor der Staatskanzlei zu Wort melden wird.

"BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen für gleiche Rechte und die gleiche Bezahlung aller LehrerInnen, um Zweiklassenmentalität an den Schulen vorzubeugen", so die grüne Landessprecherin weiter.

"Wir wollen das Beamtentum grundsätzlich nur noch für hoheitliche Aufgaben, wie bestimmte Bereiche der Polizei, Rechtspflege und Finanzverwaltung. LehrerInnen wie HochschulprofessorInnen sollen künftig keine Beamten mehr sein. Wir werben daher seit langem dafür, den Beamtenstatus für Lehrende durch ein Dienstrecht zu ersetzen, das zusätzliches Engagement belohnt und Aufstiegsperspektiven beinhaltet. Lehrerinnen und Lehrer sollen künftig zudem, egal in welcher Schulform sie unterrichten, gleich bezahlt werden. Damit käme es auch endlich zur Gleichstellung der Lehrenden an staatlichen und freien Schulen", schließt Astrid Rothe-Beinlich.

Neu auf der Seite
Termine