Grüne werfen Bahn Wortbruch vor - Profit vor Kundenfreundlichkeit

18.08.2008: Astrid Rothe-Beinlich: Die Bahn vergrault mal wieder ihre Kunden

Zum Jahresende 2008 plant die Bahn erneut eine Preissteigerung beim Fahrkartenverkauf. Auch im Vorjahr waren die Bahnpreise bereits zwei Mal angehoben worden.

Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen:

"Offenkundig gehen bei der Bahn die Profitinteressen erneut über die Kundenfreundlichkeit. Anders ist es nicht zu verstehen, wenn trotz gegenteiliger Beteuerungen noch vor wenigen Monaten erneut Preissteigerungen beim Ticketverkauf geplant sind, obgleich der Konzern dicke Gewinne einstreichen konnte. Den erneuten Griff ins Portemonnaie der Kunden dann auch noch mit den steigenden Energiekosten zu begründen, ist nichts anderes als Augenwischerei."

Die Bahn hat im 1.Halbjahr 2008 8,2% mehr Umsatz machen können und zudem auch 3% mehr Fahrgäste gewonnen.

"Dass dies nun umgehend genutzt wird, um weitere Gewinne einstreichen zu können - zu Lasten der Passagiere - ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar und kommt einer Provokation gleich. Einerseits reden alle über den Klimawandel und sollen mehr Kunden zum Umstieg vom PKW auf die Bahn gewonnen werden, andererseits wird umgehend abkassiert. So jedoch werden Kunden vergrault - nicht motiviert", meint Astrid Rothe-Beinlich.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern die Thüringer Landesregierung auf, ein Veto gegen diese erneute Preisanhebung zum nächsten Fahrplanwechsel einzulegen.

"Unser Ziel ist, öffentliche Mobilität im Nah- wie Fernverkehr zu bezahlbaren Preisen und als tatsächliche Alternative zum Individualverkehr attraktiv zu machen. Außerdem streben wir eine noch stärkere Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene an", schließt die Grünenpolitikerin.

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