Grüne begrüßen Sofortprogramm des DGB gegen Kinderarmut
29.05.2008: Astrid Rothe-Beinlich: Kinderarmut im reichen Deutschland beschämend!
"Die Forderung des DGB nach Sofortmaßnahmen gegen Kinderarmut unterstützen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN voll und ganz", betont Astrid Rothe-Beinlich, Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen.
"Kinder dürfen kein Armutsrisiko sein! Armutsforscher haben immer wieder darauf hingewiesen: für Kinder ist Armut faktisch eine Katastrophe. Sie verunmöglicht Teilhabe und minimiert Lebenschancen. Um in Armut lebenden Kindern und ihren Familien tatsächlich und nachhaltig helfen zu können, braucht es einen stimmigen Mix aus materiellen Hilfen und die Bereitstellung einer flächendeckenden und für alle zugänglichen Infrastruktur. Oberstes Ziel muss sein, materielle, soziale, gesundheitliche und kulturelle Armut zu durchbrechen. Prekäre Lebenslagen dürfen nicht dazu führen, dass Kindern die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft verwehrt bleibt! Kinder brauchen gute Rahmenbedingungen und vor allem den Zugang zu Bildung von Anfang an! Kein Kind darf zurückgelassen werden, dafür streiten wir. Kinder im Regelleistungsbezug müssen endlich Anspruch auf einen eigenen Regelsatz haben, der auch den soziokulturellen Bedürfnissen Rechnung trägt. Zudem muss endlich das Leben mit Kindern gefördert werden - nicht beispielsweise der Trauschein", benennt Astrid Rothe-Beinlich die bündnisgrünen Eckpunkte, die mit vielen Forderungen des DGB übereinstimmen.
"Der beste Weg um Kinderarmut vorzubeugen ist weiterhin die Berufstätigkeit der Mütter und deren angemessene Bezahlung. Unser Ziel ist es, endlich auch Frauen den gleichberechtigten Zugang zum Erwerbsleben zu ermöglichen, Gleichstellung ernsthaft voranzutreiben und Schluss zu machen mit der himmelschreienden Lohnungerechtigkeit. Nach wie vor bekommen Frauen für gleichwertige Arbeit in Deutschland im Schnitt 22% weniger Lohn. Außerdem fordern wir die Einführung von Mindestlöhnen", so Astrid Rothe-Beinlich.
"Kinder sind unsere Zukunft und ihnen sollte auch das Hauptaugenmerk der Politik gehören. Deshalb: Kinder in den Mittelpunkt und Schluss mit der beschämenden Kinderarmut im reichen Deutschland", schließt die Grünenpolitikerin.




