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Grüne fordern: Genitalverstümmelung endlich stoppen!

Astrid Rothe-Beinlich: Taten statt warten ist das Gebot der Stunde

  

Zum Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung erklärt Astrid Rothe-Beinlich, MdL, Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Frauenpolitische Sprecherin und Mitglied des Bundesvorstands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, die einen unvorstellbaren Eingriff in die persönliche Würde und Freiheit der betroffenen Mädchen und Frauen darstellt. Viel zu lange wurde über sie als vermeintliche kulturelle und religiöse Tradition hinweggegangen. Aber Genitalverstümmlung darf nicht weiter nur als einfache Körperverletzung geahndet und damit etwa mit einer Ohrfeige gleichgesetzt werden. Genitalverstümmelung muss endlich als eigener Straftatbestand der schweren Körperverletzung ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden.

Gesetzliche Regelungen allein genügen jedoch nicht. Eltern in und aus Ländern, in denen die Praxis der Genitalverstümmelung immer noch betrieben wird, müssen durch Aufklärung zum Umdenken bewegt werden. Väter und Mütter müssen begreifen, dass sie ihren Töchtern mit einer Genitalverstümmelung eine schwere Körperverletzung und lebenslange Qualen zufügen. Länder, in denen Genitalverstümmelung in einem nicht unerheblichen Ausmaß stattfindet, dürfen nicht als sogenannte sichere Herkunftsländer eingestuft werden. Auch sollten Polizei und Strafverfolgungsbehörden endlich stärker sensibilisiert und geschult werden. International muss sich die Bundesregierung stärker für einen entschiedenen Kampf gegen Genitalverstümmelung einsetzen.

Nun ist die Bundesregierung gefordert: Taten statt weiter warten ist das Gebot der Stunde."

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