"There is no Planet B !"
Am Wochenende demonstrierten in Kopenhagen fast 100 000 Menschen für Klimaschutz ohne wenn und aber.
Nie zuvor waren so viele Menschen mit der Forderung nach durchgreifenden Klimaschutzzielen und nach mehr Klimagerechtigkeit zwischen Nord und Süd auf der Straße. Sie machten gegenüber der derzeit tagenden UN-Klimakonferenz (COP15) deutlich, dass die Zeit drängt und dass rechtlich verbindliche Ziele jetzt beschlossen werden müssen, um die fatalen Auswirkungen des Klimawandels überhaupt noch stoppen zu könnnen.
Menschen aus der ganzen Welt kamen zu der Demonstration, die vom Dänischen Parlament bis zum Konferenz-Center am Rande von Kopenghagen ging. Viele Aktive von BÜNDNIS 90/DiE GRÜNEN, so auch Astrid Rothe-Beinlich, liefen mit im grünen Block der Socialistisk Folkeparti Dänemark (SF).
Obwohl die Demonstration weitestgehend friedlich verlief, verhaftete die Polizei fast 1000 Personen, die zum Teil mehrere Stunden bei eisigen Temperatur im Freien festgehalten wurden. Fragwürdig ist vor allem, dass alle Personen lediglich vorsorglich in Haft genommen wurden, tatsächlich einen Strafantrag erhielten lediglich drei Personen. Das vorab vom dänischen Parlament beschlossene Lømmelpakke (auch bekannt als "Lümmelpaket") machte es möglich, Menschen bis zu 12 Stunden ohne Angabe von Gründen in Haft zu nehmen. Dazu meint Astrid Rothe-Beinlich: "Diese Vorgänge stellen aus meiner Sicht eine massive Einschränkung von grundlegenden Bürgerrechten dar. Ich finde es skandalös, dass so etwas in der Europäischen Union möglich ist."
Diese Woche gehen die Klimakonferenz und die Aktion rund um den Gipfel weiter. Ein konkretes Ergebnis wird hoffentlich Ende dieser Woche erwartet. Gleichzeitig findet ein Alternativkongress statt, auf dem die sozialen und ökologischen Folgen des Klimawandels diskutiert werden.
>> Homepage des Alternativgipfels in Kopenhagen www.klimaforum.de
>> Erklärung von Socialistisk Folkeparti und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN zum Klimagipfel in Kopenhagen





